Samstag, 25. Dezember 2010

Ohhhhhh, What's the name of the game...Fraser Island und Bushcamp

Haaaallöchen meine Liebsten!
Tut mir wirklich Leid, dass ich mich jetzt erst wieder melde, aber ich war in den letzten Tagen viel untwegs und zwar mitten in der Natur, was bedeutet, dass ich meist kein Internet, geschweige denn Handyempfang hatte;) So ist das im Busch eben^^
Jetzt befinde ich mich aber wieder in der vollen Zivilisation, auf einem Hosteldach mitten in Brisbane. Was meint ihr was das für ein komisches Gefühl ist nach wochenlangen Aufenthalten in kleinen Küstenorten oder im Busch wieder in einer richtigen Großstadt, mit Bussen, ausführlichem Stadtplan, Taxis, Hochhäusern etc zu sein?! Wirklich seltsam. Da schleicht sich ein leichtes 3- Monate Sydney- Gefühl wieder ein;) Aber für Weihnachten haben wir eben diesen Ort gewählt. Ursprünglich wollten wir ja in Surfers Paradise sein, aber 2 nette deutsche Mädels haben uns davon abgeraten dort Weihnachten zu verbringen, weswegen wir nach Brisbane umdisponiert haben und nur einen Tag in Surfers sein werden;)
Genug der Einleitung^^ Jetzt komm ich erstmal zum Fraser Island Trip. Die eigentliche Tour ging vom 17.- 19. Dezember. Es waren aber aber noch ein Tag davor und ein Tag danach in einem Hostel auf dem Festlandsort Hervey Bay inklusive.
Das Hostel war milde ausgedrückt kein Hostel sondern eine Zumutung. Wir kamen morgens um 6 da an und durften wegen Computer hochladen, gewissen Problemen, bla bla erst nach 12 Uhr mittags da einchecken. Das war erstmal schon genug. Die Zimmer waren ganz okay, aber die Duschen und Toiletten waren megadreckig, tierig und hatten kein Klopapier und zwar noch bis wir wiederkamen. Hinzu kam, dass wir nach der Tour ein anderes tolles Zimmer hatten, wo wir mitten in der Nacht wieder ausziehen durften, weil der Feueralarm aufgrund der Hitze ständig gepiept hat und wir einen richtigen Alarm nicht mitbekommen hätten. Wir wurden ziemlich unfreundlich behandelt und lange draußen stehen gelassen. Alles ziemlich durcheinander und wir bekommen angeblich noch Geld wieder, aber mal sehen ob sie sich wirklich telefonisch melden und das machen;)
Am Tag vor der Abreise wurden wir in Gruppen eingeteilt und mussten dann einiges einkaufen an Proviant und Ausstattung für die Campingzeit, zB Essen und Trinken, Spülmittel, Schwämme, Klopapier usw. Wir waren in der Gruppe 4 britische Mädels, wir beiden deutschen Mädels und noch ein deutscher Typ aus Bayern. Bisschen unfair, aber naja war eben so und hat auch gut geklappt, mit der Ausnahme, dass die Mädchen richtige Weiber waren und ziemlich anstrengend, laut, ete-petete und ja eben immer mit künstlichen Wimpern und jaaaa nich untertauchen und sowas^^
Am nächsten Tag gings dann morgens um 6 raus, Lehrvideo über das Fahren da angucken, die Autos beladen, alles zusammenpacken und halb 10 los zur Fähre. Bei uns waren alle Fahrer außer ich, weil ich zu jung war. Man durfte erst ab 21 fahren. Naja, Zugucken war auch cool.
Unser Autochen


Unsere Gruppe vor der Abreise

Dann gings mit der Fähre rüber auf die Insel und den ganzen Tag sind wir dann durch die Gegend gefahren und haben uns verschiedene tolle Seen angeguckt, sind durch Wälder gefahren, über Ruckelstrecken, am Strand lang und ja immer mal wieder die Fahrer gewechselt und jeder durfte sich behaupten.

Wunderschöner Lake McKenzie

Das ist nur Regenwasser dadrin und man konnte quasi während des Schwimmens Trinken




Eine seeehr große Sanddüne...

...die lustigerweise zu einem See geführt hat

Das Riesenwrack, was an der Küste liegt

Abends gings dann zum Camp, wo große 10 Mann Zelte auf uns warteten, mehr oder weniger schmutzige Klos und Duschen, Barbecues und so weiter. Wir haben dann erstmal Essen gemacht und zwar alles Fleisch, was  wir hatten, gegrillt. Wir hatten netterweise 3 Kühltruhen, die mit einer gefrorenen Flasche Wasser und ein paar losen Eiswürfeln gekühlt wurdenl. War klar, dass das schnell schmilzt und uns wurde auch von erfahrenen Leuten empfohlen alles Fleisch am ersten Abend durchzubraten, bevor man das nicht mehr genießen kann. Echt dumm gelöst alles, aber da mussten wir durch. Wir haben zwar längst nicht alles aufgegessen, aber zumindest hatten wir für den nächsten Tag ordentliches Mittag.
Die Nacht im Camp war eher bescheiden. Ich bin ja eigentlich eh nicht sooo ein Campingtyp. So für 1,2 Tage gehts ja, aber dann sollte das Gelände auch einigermaßen sein. In diesem Zelt war es sowas von heiß, wir hatten nur 3 cm dicke Isomatten, wodurch mir am nächsten Morgen nach wenig Schlaf sowas von der Rücken wehgetan hat. Auch nach der 2. Nacht war es nicht besser, und da hatte es noch geregnet und natürlich ins Zelt rein.
Suuuuper, dachte ich mir^^ Hab mich schon auf die Abreise gefreut und auf irgendein Hostelbett.
Am nächsten Tag standen dann auch wieder Touren auf dem Programm angefangen bei abenteuerlichen Fahrten durch tiefsten, feinsten Sand, wo wir natürlich steckengeblieben sind und bei glühend heißem Sand anschieben durften, über Fahrten mit 80 km/h am Strand, baden in verschiedenen Seen, Mittag zwischendurch und sowas. Das Wetter war immer super schön und ziiiiemlich warm. Die Wolken haben das Ganze noch etwas erträglicher gemacht, weil grad das Klettern auf die Klippen war schon mega schweißtreibend und der Wind da oben eine willkommende Abwechslung. Von dort oben konnten wir sogar Meeresschildkröten und Delphine sehen:)


Ins Meer durften wir übrigens absolut nich, weil direkt dort Brutstätten für Tigerhaie sind und auch viele Sting Rays rumschwimmen, die den Crocodile Hunter damals getötet haben. Wir haben die Teile auch echt rumschwimmen sehen und haben das Meer echt gemieden.
Das ganze Geruckel ging zwischendurch schon ziemlich aufs Gesäß und den Rücken und einer musste sich sogar übergeben, weil er a) bisschen viel getrunken hatten am Vorabend und b) eben sein Magen empfindlich auf den Strecken reagiert hat. Ich denke absolut nichts für dich, Mama:)


Unsere gesamte Fraser- Truppe

Champagn Pools, so genannt, weil es so sprudelt, wenn neues Meerwasser durch Wellen reinfließt



Ein Schneemann aus Sand- also eher ein Sandmann;)

Die Abende im Camp waren immer ganz lustig, der erste sogar mega cool, weil Lucy und ich Leute von den Whitsundays wiedergetroffen haben und wir suuper cool waren, weil wir da quasi hinkamen und schon Leute kannten, hihi. Uns wurde dann ein amerikanisches Trinkspiel beigebracht, was der Titel des Blogs ausdrückt. Das hat echt mega Spaß gemacht und ich muss euch das unbedingt zeigen, Leute, wenn wir mal wieder alle zusammen sind und ein bisschen feucht fröhlich feiern;) Das ist echt megacool und gar nicht so einfach^^
Nach einer weiteren wie gesagt feuchten Nacht und unzähligen Mückenstichen mehr ging es dann am nächsten Tag ans Aufräumen und Saubermachen und letztendlich Auschecken. Ein bisschen war ich ja froh von dem Campingplatz wegzukönnen, weil, wenn man es so sieht, waren wir auf unseren Reisen ja ständig irgendwo im Busch zwischen giftigen Spinnen und Schlangen. Dort auf Fraser waren sogar Dingos, die immer nachts rumschlichen auf der Suche nach Futter. Man durfte echt nichts liegenlassen und im Dunkeln auch alleine nirgendwo hingehen, weil die Viecher echt nicht ohne sind. Sie haben uns richtig im Video davor gewarnt und uns von Bissattacken und so erzählt. Sind eben keine süßen Schoßhunde.
Es ging dann ganz normal mit der Fähre wieder zurück, nachdem wir noch an einem für mich eiskalten Bach angehalten haben und dort die ganze Zeit durchgewatet sind und ordentlich nass wurden. Hat einen aber richtig wach gemacht:)
Am Abreisetag hatte es dann zu regnen begonnen und somit alles etwas leichter  gemacht auch, wenn wir die Jeeps und den kompletten Inhalt im strömenden Regen saubermachen durften. Unsere Klamotten wanderten direkt in die Waschmaschine, weil alles dauernass war (wie immer) und nicht grad angenehm gerochen hat. Wie ich mich auf frische Wäsche zu Hause freue:) Auch die Kühltruhen hatten fürchterlich gerochen und man hat es im Auto nicht mehr ohne weit geöffnetes Fenster ausgehalten. Dass die nur mit Wasser ausgespült wurden, lasse ich mal kommentarlos.
Die Wagen wurden dann alle unbeschadet wieder zurückgebracht. Unser war ziemlich hoch und hatte ziemlich wenig PS, was durch den 4-Rad- Antrieb, den alle auf der Insel brauchten, nicht gerade verbessert wurde. Die Wagen waren schon ziemlich alt aber es hat trotzdem mega Spaß gemacht damit zu fahren. Die anderen haben immer nur von mega schweren Kupplungen erzählt, wobei man gleich Beintraining hatte und eben viel Zeit bis man in den nächsten Gang schalten konnte. Außerdem war ja alles auf der falschen Seite. Auf der Insel kamen einem viele Leute entgegen und auch dort herrschte Linksverkehr, für die Briten kein Problem, aber für uns Deutsche schon komisch.
Insgesamt war das schon ne coole Tour und die Fahrten haben echt mega Spaß gemacht, super Abenteuer eben, aber das Campen war für mich eben nicht so der Hit;)
Soo und nun noch kurz zum Buschcamp in Noosa. Das ist ein weiterer kleiner Küstenort, wo wir mit dem Bus hingefahren sind, weil wir das von unserer Reiseagentur kostenlos dazubekommen haben. Wir wurden an der Bushaltestelle dann abgeholt und es ging eine halbe Stunde in den tiefsten Busch^^ Als wir da durch fuhren, wurde uns schon ganz mulmig, weil dort viele Harz 4 Empfänger in ihren Zelten wohnten, oder wie auch immer die da heißen. Es war eben überall Wald drumrum und uns war ja eigentlich gar nicht mehr nach Zelten^^
Das änderte sich dann aber. Es war schon alles im Busch und so, aber es gab einen riesigen Flachbildschirm mit vielen DVD's zum Gucken, einen Billiardtisch, eine tolle große Küche mit Tellern, Besteck und sogar einem Ofen, den die meisten Hostels nicht haben, neben Kühlschränken und Regalen. Alles voll sauber:) Die Betten waren dann in einem größeren Raum und sahen quasi wie Hängematten an 4 Pfählen aus. Die waren aber trotzdem ziemlich bequem, weil alles straff gespannt war. Für 5 Dollar konnte man die ganzen 3 Nächte dort drin schlafen und das wars uns dann wert, anstatt wieder in einem kleinen 4-Mann Zelt vor sich hin zu vegetieren;)
Auf dem Programm stand dann ja immer Kanufahren, weil das ja der Sinn der  ganzen Sache war. Am ersten Tag ging es dann im 3er- Kanu mit noch einer Kanadierin (sie war der Grund, weswegen wir wieder schön viel Englisch sprechen konnten^^) auf dem Fluss Richtung See. Schön gegen die Wellen anpaddeln und außer Puste kommen aber nach 7 km kamen wir dann an einem Ort an und konnten dort Mittagspause machen und in den ältesten Pub Queenslands gehen, wuuuuuuh. Nach einem kleinen Bad im See gings dann auch schon wieder zurück, bevor die Dunkelheit einbrach. Erschöpft aber zufrieden kamen wir wieder an. Die Sonne knallte den ganzen Tag ganz schön und wir löschten unseren Durst am Abend mit GOON und aßen noch ein bisschen was;)


Zähneputzen musste man nicht im Bad machen^^




Am nächsten Tag war leider Regen weswegen wir auch von unserer anderen Kanutour frühzeitig umkehrten.Wir vertrieben uns die Zeit dann mit DVD gucken;) Und Donnerstag früh ging es ja dann schon wieder zurück. Dieser Campingplatz war eindeutig besser ausgestattet als das dumme Hostel in Hervey Bay und der Platz auf Fraser aber ich bin trotzdem froh jetzt in Brisbane zu sein und Badezimmer ohne Tierchen vorzufinden;)
Das coole beim Kanufahren war, dass wir keinen Guide hatten und uns schön viel Zeit lassen und alles allein erkunden konnten. Wir haben regelrecht eine kurze Einführung mit Karte und allem bekommen. Das war schon cool.
Okee das war wieder ein langer Eintrag, aber ihr wollt jetzt sicherlich auch Weihnachten feiern. Es fällt mir nicht so leicht hier in der Wärme und ohne Familie und ich würde für die paar Tage gern zu Hause sein, aber auf Sylvester freu ich mich schon wieder. Augen zu und durch. Weihnachten im Sommer muss ich nicht nochmal haben^^
Ich wünsche euch allen ein sooo schönes Weihnachtsfest mit euren Familien und Freunden, hoffe ihr hattet einen fleißigen Weihnachtsmann und genießt die Zeit zusammenund heute vor allem den schönen Braten:)
Ich vermiss euch alle ganz doll und hab euch seeeeeeeehr lieb
Fröhliche, besinnliche, weiße Weihnachten:) MERRY CHRISTMAS!!!!!
Eure Dajana

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