Mittwoch, 15. Dezember 2010

HaGOONa Mattata

Huhuuuuu Deutschland^^

Es ist soweit, ich bin von meiner wunderschönen Whitsunday Islands Tour zurück und schreibe nun bei 37°C bei Mc Donalds sitzend einen kleinen Eintrag darüber. Natürlich nur für euch, damit zwischendurch mal ein bisschen Sommerfeeling bei euch aufkommt^^
Alsoooo, es ging ja am Freitag, 12 Uhr Mittags zum Einchecken an die Marina hier in Airlie Beach. Es hat geregnet wie aus Eimern sag ich euch. Den ganzen Tag prasselte tropischer Regen auf Airlie Beach nieder und wir hatten mächtig Bammel. Handtuch wurde als Regenschutz umfunktioniert und war schon das erste mal komplett durchweicht. Meine Kleidung, die ich anhatte, war ebenfalls durch und naja, die Laune war auch nicht grad die beste, schließlich sollten wir die nächsten 2 Tage und Nächte auf einem Segelboot mitten auf dem Pazifik verbringen und da ist ständige Nässe reichlich unangebracht.
Dennoch checkten wir erstmal ein, kauften uns wieder einen Stinger Suit fürs Meer und betrachteten unsere Mitseegler, die alle reichlich Alkohol mitthatten, schließlich muss man ja auf sonem Boot 2 Tage überleben können;) Wir hatten einige Briten, die ja bekanntlich gerne einen über den Durst trinken, 2 Mexikaner, 1 Holländerin, 3 weitere deutsche Mädels, 1 Kanadier und 2 Amis.
Endlich gings aufs Boot und naja der erste Eindruck war erstmal bescheiden. 18 Mann auf einem relativ kleinen Segelboot, unter Deck ein paar Betten übereinander, wo jeweils immer ganze 10cm bis zur Decke blieben, im Liegen wohlgemerkt. Es roch ein wenig komisch und ja, es war eben alles mega eng. Die Toiletten waren ne ziemlich Zumutung für mich, dagegen ist Zeltplatz in Neuwarp Luxus. Natürlich auch mega eng und eine winzige Kloschüssel, durchgeweichtes Klopapier und ja, nicht grad sauber. Okeee, dachte ich mir, das kann ja heiter werden, erst Recht, wenn es weiterhin so regnet. Gleich am Anfang wurden unsere Schuhe eingesammelt, weil es mit gefährlich auf dem Boot sein könnte. Das hieß die ganze Zeit barfuß laufen und grad am ersten Tag bisschen doof, weil eh alles nass war und die Füße auch aufweichten. Außerdem schwappten die 2 Klos gerne mal über und man wusste genau, wenn man auf Toilette ging, worin man stand ;)
Es ging dann hinaus aufs offene Meer und auch wenn der Regen zwischendurch aufhörte, schaukelte es ganz schön. Nicht, dass ich seekrank bin, aber man konnte kaum laufen, sodass sich der Kapitän herrlich über uns Landratten beim Torkeln amüsiert hat. Zumindest er hatte seinen Spaß.
Am Abend legten wir an einem geschützten Ort zwischen den Inseln an und gingen schorcheln. Durch die dicken Wolken konnte man leider kaum etwas sehen und es war auch ziemlich kühl, sodass Lucy und ich nicht allzu lange im Wasser waren. Wir versuchten uns dann unter einer Plane, wodurch es tropfte einigermaßen aufzuwärmen und zu trocknen. Einen Pullover hatte ich nicht mit, weil es ja eigentlich immer sehr heiß war und son Ding unglaublich Platz wegnimmt.
Die Leute waren zumindest nett und man versuchte mit ein bisschen Trinken und wahnsinnig gutem Abendessen (Spaghetti Bolognese, Luxus für den Backpacker) die Laune zu heben. Gelang uns auch ganz gut. Wir lernten 2 weitere deutsche Mädels kennen, mit denen wir gut plauschen konnten. Gegen 11 gingen dann alle ins Betti und dann kam eine schlimme Nacht. Lucy und ich hatten ein "Doppelbett", was so groß wie meins zu Haus im Normalzustand war und wir dementsprechend wenig Platz hatten. Ich wachte nach ca 2 Stunden auf und hab das Gefühl gehabt, ich atme mein eigenes Kohlenstoffdioxid wieder ein. Es gab kein Fenster, laute Schnarcher um einen rum und brütend warm und feucht. Irgendwann bin ich doch nochmal eingeschlafen mit dem Gedanken, dass ich ja ein richtiges Abenteuer wollte.
Am nächsten Morgen wurde wir um 6 vom Skipper gefragt, ob wir einen Sonnenaufgang sehen wollen. Meine Chance endlich aus der stickigen Kajüte rauszukommen und es hatte sich gelohnt. Ein herrlicher gelber Ball ging hinter einem Berg direkt vor uns auf und strahlte auf unsere Gesichter. Der Himmel leuchtete blau und wir hatten Hoffnung, dass unsere Gebete erhört wurden und wir schönes Wetter bekommen würden.
Zähne wurden an Deck geputzt und alles direkt ins Meer gespuckt. Man kam sich fast wie ein kleiner Pirat oder so vor;)


Es folgte ein lecker Frühstück mit Cornflakes, Toast und vielen Aufstrichen und ab da folgten 2 wundervolle Tage an Bord. Das Wetter blieb bis gestern herrlich: die Sonne schien den ganzen Tag, es war sehr heiß, aber durch die Plane hatten wir ab und zu ein bisschen Schatten und auch mal ein bisschen Meeresfahrtwind. Wir cremten uns ständig ein und wurden trotzdem mega schnell braun, verbrannten aber auch zum Glück nicht. Wir schipperten über den Pazifik und das sanfte Schaukeln des Schiffes, das wunderbare Wetter, das leckere Essen zwischendurch und die netten Leute ließen den ersten Tag vergessen, ebenso wie die unbequemen Betten und das gewöhnungsbedürftige Klo;) Wenn ich mehr drüber nachgedacht habe, hat es mich auch gar nicht mehr sooo gestört, weil was will an erwarten auf einem Seegelboot, was hier so oft von vielen jungen Leuten genutzt wird. Man kann nichts mit deutschem Standard vergleichen und ich lerne hier wirklich ALLES kennen. Hat ja auch seine guten Seiten, weil man Dinge mehr zu schätzen lernt;)
Wir gingen oft Schnorcheln und hielten zwischendurch am wunderschönen "White Heaven Beach" auf einer Whitsunday Insel an. Er heißt nicht nur "weißer Himmel", er ist es auch. Strahlendweißer, feinster Sand, aus dem Silikon und Glas gemacht werden kann, türkisblaues, glasklares Meer, und brütend heiß:) Mit einem kleinen Schlauchboot wurden wir an Land gebracht, durften dort die Aussicht genießen, am Strand liegen und uns ein himmlisches Bad an diesem Strand gönnen und danach wurden wir wieder abgeholt und es ging weiter mit dem Boot zum nächsten Schnorchelpunkt. Man sonnte sich die ganze Zeit und genoss die Situation. Uns verfolgten Delphine und Riesenschildkröten, auch Quallen haben wir beim Tauchen gesehen, aber zum Glück nicht berührt. Es gab lecker Braten mit Kartoffelbrei zum Abendbrot und geschlafen wurde diesmal an Deck unter sternemklaren Himmel. Man konnte die Milchstraße und hunderte Sternschnuppen sehen, es war einfach wunderschön und soo ein Abenteuer:)
Wunderschöner White Heaven Beach












Gestern ging es dann wieder bei Sonne und letztem Schnorcheln und Sonnenbad zurück ans Festland. Wir kamen bei 37°C an und waren so glücklich. Die 3- köpfige Crew war auch echt toll: ein junger Tauchlehrer, eine 20-jährige Deutsche, die alles gekocht hat und ein älterer Kapitän;)
Wieder angekommen, waren wir aber echt froh ordentlich duschen zu gehen, mit Haare waschen und allem, weil das war auf dem Boot nicht möglich und der Pazifik trocknet ja auch unglaublich aus und macht die Haare super klebrig und strohig. Ich hab an den Tagen gar nicht erst versucht sie zu kämmen;) Aber jetzt sind sie wieder ordentlich und weich^^
Abends kam es in Airlie Beach noch zu einer "After Trip" Party mit allen Mitseglern und wir hatten mega viel Spaß zusammen...wir haben die Buden gerockt, auf Tischen getanzt, viele Fotos gemacht und zusammen gelacht. Alle haben wir uns super verstanden und konnten braungebrannt von unserem Trip profitieren. Ich bin so froh, dass es doch noch so schön geworden ist und sich alles echt gelohnt hatte. Ein weiterer suuuper Trip ist nun zu Ende:)
Zur Überschrift: GOON ist hier ein 4 Liter Weinkarton, worin ein Vakuumbeutel ist. Wenn man alles ausgetrunken hat, ist man betrunken und kann den Beutel aufblasen und als Kissen für die Opfer nehmen, wurde uns gesagt. Jeder hatte eine Kiste mit, weil das typisch australisch und echt billig ist. Es war das Getränk unseres Trips und alles wurde "verGOONt", zum Beispiel eben HaGOONa Mattata und gewisse andere Dinge. Tolles Getränk, mit dem man lustige Spiele spielen kann;)


Heute Abend geht es mit dem Bus 12 Stunden zum nächsten Ort, von wo aus dann unsere "Fraser Island Camping Tour" losgeht:) Juhuuuu

Also ihr Lieben, bleibt fröhlich und gesund.
Hab euch seeehr lieb
Eure Dajana

1 Kommentar:

  1. jaja jetzt weißt du definitiv die deutsche hygiene zu schätzen...lustiger eintrag und schicke bilder, die echt neidisch machen

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